Hallo Oliver. Die Triathlonsaison ist im vollen Gang, verschiedene Saisonhöhepunkte haben bereits statt
gefunden, z.B. Züri Triathlon oder Rapperswil Ironman 70.3, weitere tolle Rennen stehen noch an.

Wie bist Du persönlich in die Saison gestartet? An welchen Rennen hast Du teilgenommen?
Ich bin im April an einem olympischen Triathlon in den Arabischen Emiraten gestartet und habe diesen
überraschender Weise in meiner Altersklasse gewonnen. Das hat mich natürlich sehr gefreut, ich bin eigentlich eher auf die Langdistanz spezialisiert, zudem habe ich mich kurzfristig für das Rennen angemeldet. Anfangs Juni war ich dann noch in Rapperswil am Start und konnte dort in einer für mich zufriedenstellenden Zeit um 5 Stunden ins Ziel laufen.

Wie gestaltest Du Dein Training bei diesen hohen Temperaturen? Was tust Du, um Überhitzung zu
vermeiden.
Grundsätzlich verlege ich meine Trainingseinheiten in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Derzeit
sind die Tage ja lange hell. Da kann man gut mal morgens um 5:30 Uhr zum Joggen oder abends nach 19 Uhr
noch auf das Fahrrad für eine kurze Einheit. Zudem trinke ich sehr viel, nicht nur während den Trainings,
sondern generell durch den ganzen Tag. Zudem komplementiere ich meine Ernährung mit ein paar
Ergänzungsmittel.

Du hast gerade die Ernährung angesprochen. Hast Du Empfehlungen für Athleten?
Schwitzen führt zu hohen Flüssigkeitsverlusten , deshalb ist regelmässige Trinken von Wasser und Elektrolyten sehr wichtig, um Hydration und Leistungsfähigkeit zu sichern. Besonders bei Hitze sind frische Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Reis oder Quinoa ideal, da sie den Körper nicht belasten und Energie liefern. Wie immer gilt es bei sportlichen Aktivitäten, Kohlenhydrate aufzufüllen. Da empfehlen sich bei Hitze Tagen leicht verfügbare Kohlenhydrate (z. B. Bananen, Gels, isotonische Getränke), um Energielevel und Regeneration zu optimieren.

Was motiviert Dich, an Hitzetagen zu trainieren?
Nun ja, viele Rennen finden halt im Sommer bei hohen Temperaturen statt. Das Training unter realen
Bedingungen stärkt die körperliche und mentale Anpassung an Hitze. Zudem empfinde ich wie viele andere
Athleten Stolz und Zufriedenheit, trotz schwieriger Umstände diszipliniert zu bleiben. Nicht zuletzt motiviert die Aussicht, besser vorbereitet zu sein als die Konkurrenz, wenn es im Wettkampf auf jede Reserve ankommt.

Beim Triathlon findet das Schwimmen ja in der Regel in offenen Gewässern statt. Welche
Empfehlungen hast Du für das Openwater Schwimmen?
Triathleten schwimmen ja schon meistens im Schwimmbad. Drum ist es wichtig, sich an das offene Gewässer zu gewöhnen. Mit Blick auf andere Schwimmer und auch Boote in den Gewässern empfehle ich, nie alleine zu
schwimmen, zur besseren Sichtbarkeit eine farbige Badekappe zu tragen sowie eine Sicherheitsboje einzusetzen. Eine besondere Herausforderungen beim Openwater Schwimmen ist sicherlich die Navigation. Diese muss man ständig üben, um geradeaus zu schwimmen.

Hast Du Empfehlungen für unsere Leser für die zweite Hälfte der Triathlon Saison? Kannst Du noch
ein paar Rennen in der Schweiz empfehlen?
Ganz generell glaube ich ist es immer wichtig, seine bisherigen Rennen zu reflektieren und das Training
entsprechend anzupassen. Noch gibt es ja viele Veranstaltungen, an welchen man an den Start gehen kann. Ob Uster Triathlon oder Powerman Zofingen, es hat noch viele nationale Anlässe für unterschiedliche Distanzen, an denen man sich messen kann. Am besten einfach auf dem Eventkalender von Sportsparadise nachschauen!